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Was tun, wenn die Arbeit keinen Spaß mehr macht?

Von Susanne Barth, am 28. Dezember 2020 14:42:46 MEZ

Haben Sie bei der Arbeit heute etwas geschafft? Es hat sich nicht so angefühlt? Dann sind Sie wahrscheinlich frustriert und unzufrieden nach Hause gekommen, und der nächste Tag fängt auch nicht viel besser an: Sie möchten sich die Decke über den Kopf ziehen und daheimbleiben. So kann das eine ganze Zeit lang weitergehen. Sie stecken in einem Motivationsloch, obwohl Sie eigentlich den richtigen Job haben und das Unternehmen mögen. In einem solchen Fall ist es höchste Zeit, dagegen anzukämpfen, anderenfalls wird die Situation zur Belastung für Ihr Wohlbefinden und Ihre Leistung.

Wie können Sie sich motivieren, damit die Begeisterung zurückkommt? Hier sind ein paar Tipps, die Ihnen helfen können:

1. Erfinden Sie sich durch externe Impulse neu 

Wenn Sie ohne klaren Auslöser die Motivation verlieren, kann es hilfreich sein, einen Blick auf das Privatleben zu werfen. Ist es so gut wie nicht vorhanden? Sind Sie quasi mit Ihrer Arbeit verheiratet? So etwas kommt recht häufig vor – ganz plötzlich reicht es dann aber nicht mehr; die Arbeit fühlt sich mechanisch und uninspirierend an. Beginnen Sie damit, außerhalb der Arbeit neue Energie zu sammeln. Eine neue Aktivität kann Ihnen neues Leben einhauchen und eine andere Perspektive verschaffen. Fangen Sie mit etwas an, das Sie schon immer machen wollten. Probieren Sie ein neues Hobby aus, belegen Sie einen Kurs, oder treiben Sie Sport. Sie erhalten damit Schwung, durch den sich auch Ihre Wahrnehmung verändert, sodass Sie Ihre Arbeit wieder mehr zu schätzen wissen.

2. Richten Sie Ihre Arbeit an höheren Zielen aus 

Sind Ihre Aufgaben zur Routine geworden? Haben Sie Ihr nächstes Entwicklungsziel samt dem Bezug zu Ihrer aktuellen Tätigkeit aus den Augen verloren? Denken Sie darüber nach, was Sie in Ihrem (Berufs-)Leben als Nächstes erreichen möchten und wie Ihre jetzige Stelle Sie auf dieses Ziel vorbereitet. Sollten Sie nach zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten Ausschau halten? Müssen Sie eine neue Fertigkeit erlernen und einüben?

Denken Sie außerdem darüber nach, wie Sie von dem innerhalb Ihres Unternehmens vorhandenen Wissen profitieren können. Eine Idee könnte es sein, einen Kollegen um umgekehrtes Mentoring zu bitten, sodass er Ihnen eine Kompetenz vermittelt, die Sie zum Erreichen Ihrer langfristigen Ziele brauchen. Stecken Sie sich ein Lernziel, und legen Sie einen Monatsplan dazu fest, wie Sie Ihre neuen Fähigkeiten erwerben und in Ihrer aktuellen Position anwenden. Das Intensivieren des Lernens bringt sehr viel neue Energie.

3. Geben Sie das Expertenwissen aus Ihrem Aufgabenbereich an andere weiter 

Sie sind Experte auf Ihrem Gebiet, und Sie erledigen Ihre Aufgaben mit Leichtigkeit. Viele in Ihrem Unternehmen kennen sich mit Ihrer Arbeit aber nicht aus. Wenn Sie Ihr Expertenwissen für Kollegen, gegebenenfalls auch aus anderen Abteilungen, zugänglich machen, vertiefen Sie Ihr eigenes Wissen und helfen anderen bei der Entwicklung neuer Fähigkeiten.

Sie könnten über Ihre Arbeit auch Videos aufnehmen und diese dann neuen Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Diese Videos können zudem das Employer-Branding Ihres Unternehmens unterstützen und so die Arbeitgeberattraktivität steigern.

Durch das Weitergeben Ihres Wissens und das Aufbauen von Verbindungen zu unterschiedlichen Menschen wird Ihre Arbeit wieder angenehmer.

4. Nehmen Sie die Position eines internen Beraters ein 

Sie können auch etwas Spannung erzeugen, indem Sie die Rolle eines internen Beraters einnehmen. Wo sind Verbesserungen durch Sie möglich? Welche Verfahren lassen sich vereinfachen? Betrachten Sie die Situation mit etwas Distanz, und ermitteln Sie einige der wesentlichen Probleme im Zusammenhang mit Ihrer Stelle. Bereiten Sie sich dann darauf vor, diese Probleme anzugehen. Holen Sie dazu, sofern notwendig, auch die Erlaubnis Ihres Vorgesetzten ein.

5. Erfassen Sie Ihre Erfolge 

Wenn Sie sich hauptsächlich auf das konzentrieren, was nicht funktioniert oder noch nicht erledigt ist, raubt Ihnen das jede Energie. Eine Möglichkeit, aktiv gegen diese negative Angewohnheit vorzugehen, ist das Führen eines Erfolgstagebuchs. Notieren Sie sich jeden Morgen drei Ihrer Leistungen vom Vortag. So erinnern Sie sich an das, was Sie geschafft haben – und genau das bringt Sie am Anfang des Tages in die richtige Stimmung.

6. Sorgen Sie für Glücksmomente

Eine weitere einfache Übung: Schreiben Sie sieben bis zehn Dinge auf, die Ihnen ein gutes Gefühl geben. Denken Sie darüber nach, wie Sie einige davon in Ihren Arbeitsalltag integrieren oder um den Arbeitstag herum unterbringen könnten. Sie haben die Wahl – es könnte das Fahrradfahren zur Arbeit sein, ein Mittagsspaziergang mit einem Kollegen oder auch ein kurzer nachmittäglicher Anruf bei einem Freund. So erlauben Sie sich zwischen den Arbeitsphasen einige glückliche Momente, um danach voll konzentriert mit der Arbeit fortfahren zu können.

7. Würdigen Sie das, was Sie haben 

Noch ein einfacher Trick: Befreien Sie sich von dem Druck, den perfekten Arbeitsplatz haben zu müssen. Wenn Sie Ihre ultrahohen Erwartungen und Standards aufgeben, erkennen Sie vielleicht, dass das, was Sie haben, gar nicht mal so schlecht ist. Verfolgen Sie einen pragmatischeren Ansatz, und denken Sie daran, dass es viele Menschen gibt, die ihre Arbeit nicht lieben, sie aber gern erledigen, um sich damit ein erfüllendes Privatleben zu ermöglichen. Diese realistische Betrachtung kann ganz erfrischend sein.

Ein mal mehr und mal weniger stark ausgeprägter Arbeitsenthusiasmus ist ganz normal. Allerdings gräbt man sich Motivationslöcher oft selbst, weil man einen Tunnelblick entwickelt und sich viel Stress aufbürdet. Treten Sie gedanklich einen Schritt zurück, überlegen Sie sich, was Sie bereits alles erreicht haben, und nehmen Sie ein paar Änderungen vor, die ihre gewohnte Denkweise infrage stellen – oft reicht das schon, um wieder mehr Spaß an der Arbeit zu haben. Wenn aus einer kurzen Phase der Demotivation eine sehr lange Phase wird, sollten Sie wahrscheinlich aber andere Maßnahmen ergreifen.

Themen:Persönliche Entwicklung

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