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Richtig Nein sagen

Von Susanne Barth, am 28. Dezember 2020 14:34:31 MEZ

Haben Sie das Gefühl, in der “Ja-Sage-Falle” zu sitzen? Sagen Sie “ja” zu jeder sich bietenden Gelegenheit, weil Sie denken so vorwärts zu kommen? Sagen Sie auch schnell “ja” zu Anfragen und Bitten anderer? Seien Sie vorsichtig! Mit einem „ja“ zu allem und jedem folgen Sie schnell den Prioritäten anderer und laufen Gefahr, Ihre eigenen zu vernachlässigen. Häufig wissen wir, dass ein "nein" angebracht wäre, dennoch antworten wir reflexhaft mit "ja" ohne an die Konsequenzen zu denken. Warum fällt es uns schwer “nein” zu sagen? Vielleicht aus Angst davor, unbeliebt zu werden oder zu enttäuschen? Oder wollen wir den Superhelden spielen, der alle Fäden in der Hand hält? Es mag viele Gründe für dieses Verhalten geben, aber wenn Sie nicht die Fähigkeit entwickelt haben, das kleine Wörtchen “nein” zu verwenden, werden Sie langfristig darunter leiden.

Hier finden Sie 7 Praktiken, mit denen Sie Raum für ein bewußtes “ja” schaffen:

1. Halten Sie sich Ihre langfristigen Entwicklungsziele vor Augen

Machen Sie sich Ihre beruflichen Ziele bewusst. Denken Sie über die Fähigkeiten nach, die Sie dafür erwerben müssen. Sobald Sie Ihre Ziele kennen, können Sie abgleichen, ob die angebotene Möglichkeit, Anfrage oder Aufforderung Ihnen dabei hilft, sich in die angestrebte Richtung zu entwickeln. Auf diese Weise können Sie bessere Entscheidungen treffen und Entwicklungsmöglichkeiten nutzen, die Sie vielleicht übersehen hätten.

2. Brechen Sie mit Ihrer Gewohnheit "ja" zu sagen

Es gibt nur wenige Anfragen, die eine sofortige Zusage erfordern. Von daher hüten Sie sich vor einem reflexartigen "ja", denn Sie sind es, die die Arbeit übernehmen werden. Sagen Sie stattdessen: "Lassen Sie mich darüber nachdenken". Überlegen Sie für sich: "Will ich das wirklich tun? Habe ich die Zeit dazu?” Auf diese Weise lernen Sie, sich die nötige Zeit zu nehmen, um über die Anforderung nachzudenken und abzuschätzen, ob die Aufgabe in Ihre Arbeitslast passt.

Fällt es Ihnen sehr schwer „nein“ zu sagen, beginnen Sie damit zunächst kleine Dinge mit einem „nein“ abzulehnen. Dies kann eine private Einladung sein, auf die Sie keine Lust haben oder die Wahl eines Restaurants zum Mittagessen, das Sie nicht wirklich mögen. Mit dieser Praxis rüsten Sie sich, um später größere Anfragen innerhalb Ihres Arbeitsumfelds abzulehnen.

3. Mut zur Entscheidung!

Wenn Sie gewohnheitsmäßig "ja" sagen, brauchen Sie Mut, um eine Anfrage tatsächlich abzulehnen. Vor allem auch dann, wenn der Antragsteller beharrlich ist und nicht leicht aufgibt. Vielleicht schleicht sich bei Ihnen das Gefühl ein, die Erwartungen nicht zu erfüllen oder jemanden im Stich zu lassen. Oder Sie fürchten, einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Das mag der Preis dafür sein, dass Sie Entscheidungen in Ihrem Sinne treffen, denn nur Sie wissen, was möglich ist oder nicht. Da wir im Rahmen unserer Tätigkeit bestimmten Zwängen unterliegen, sollten Sie die Risiken und Vorteile einer Ablehnung sowohl persönlich als auch beruflich, immer bewusst abwägen.

4. Vermeiden Sie langatmige Entschuldigungen

Ihre Kollegen wollen keine Entschuldigungen hören. Vermeiden Sie also Rechtfertigungen und präsentieren Sie nicht Ihren gesamten Outlook-Kalender. Reden Sie auch nicht um den heißen Brei herum. Lehnen Sie die Anfrage mit einem entschlossenen „nein“ ab und geben Sie eine kurze Erklärung dazu. Ihr Kollege sollte ein klares „nein“ und kein „nein, aber“ hören, da sonst die Diskussion wieder neu entfachen könnte. Kommen Sie direkt auf den Punkt und sparen Sie sich und anderen wertvolle Zeit, so dass sich jeder auf seine wichtigen Aufgaben konzentrieren kann.

5. Suchen Sie nach einer Alternative

Versuchen Sie, die Person, die Sie um Ihre Hilfe gebeten hat, zu unterstützen. Welche anderen Möglichkeiten gibt es? Wie können Sie helfen, einen Weg zu finden, um die Anfrage zu bearbeiten? Gibt es einen Kollegen, der helfen könnte? Wäre es eine Lösung, mit einem Externen zu arbeiten? Durch den Austausch über Alternativen zeigen Sie Ihr Engagement und Ihre Bereitschaft zur Unterstützung.

6. “Nein” zu der Anfrage – “ja” zu der Person

Machen Sie deutlich, dass Sie die Anfrage ablehnen, nicht die Person. Kommunizieren Sie direkt und nicht über E-Mail. Dies stärkt die Beziehung und zeigt Ihrem Kollegen durch das respektvolle und freundliche Gespräch, dass die Absage keine persönliche Ablehnung darstellt.

7. Leben Sie damit, nicht dabei zu sein

Manchmal sagen wir ungern „nein“, weil wir fürchten, eine Gelegenheit zu verpassen. Das ist richtig, denn ein „nein“ führt in der Tat zu einer verpassten Gelegenheit. In Wirklichkeit ist es jedoch ein Kompromiss, denn wenn wir "nein" sagen, sagen wir “ja” zu etwas Wichtigerem. Wir wählen eine Sache anstatt einer anderen.

"Nein" zu sagen ist eine wichtige Fähigkeit. Manchen Menschen fällt das leicht. Andere wiederum benötigen Übung und müssen den bewussten Gebrauch trainieren. Wir alle haben Verpflichtungen, die wir nicht ablehnen können. Aber innerhalb unserer Grenzen sollten wir sicherstellen, dass wir auf einem für uns optimalen Niveau arbeiten. Respektieren Sie also Ihre Grenzen, indem Sie „nein“ sagen, was gleichzeitig ein “ja” zu Ihnen selbst, zu etwas Wichtigerem oder zu jemand anderen bedeutet.

 

Wie können wir Stellung beziehen, ohne die Person abzulehnen?
1. Bestätigen
Ich weiß, wie wichtig dieses Thema für Sie ist, und ich habe wirklich darüber nachgedacht…
2. Direkt zur Sache
Meine Entscheidung ist NEIN…, denn was noch wichtiger ist, ist…
3. Raum lassen, um zu reagieren
Ja, ich kann dein Gefühl verstehen ...
Soll ich den Grund umformulieren?
4. Suche eine Alternative
Welche anderen Möglichkeiten gibt es?
Wie kann ich Ihnen helfen, eine Lösung zu finden?

 

Themen:Persönliche Entwicklung

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